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Regisseur:
Drehbuchautoren (WGA):
Roland Emmerich (geschrieben von) &
Harald Kloser (geschrieben von)
Premierendatum:
12. November 2009 (Deutschland) Mehr ansehen »
Genre:
Action | Abenteuer | Drama | Sci-Fi | Thriller
Handlung:
2012 endet nach dem Kalender der Maya ein Zeitalter und die bekannte Welt wird in einer Katastrophe untergehen... Mehr ansehen »
Nutzerkommentare:
Gelungen: Die "Mutter aller Katastrophenfilme" vom "Master of Desaster" Mehr ansehen (7 insgesamt) »

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Weitere Details

Auch bekannt als:
"2012" - USA (Originaltitel)
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Länge:
158 Min
Land:
USA
Sprache:
Englisch | Französisch | Tibetan | Mandarin | Russisch | Hindi | Portugiesisch | Latin | Italienisch
Farbe:
Farbe
Seitenverhältnis:
2,35 : 1 Mehr ansehen »
Tonverfahren:
Dolby Digital | DTS | SDDS
Altersfreigabe:
USA:PG-13 (certificate #44575) | Irland:12A | UK:12A | Südkorea:12 | Finnland:K-13 | Singapur:PG | Norwegen:11 | Japan:G | Hong Kong:IIA | Australien:M | Kanada:14A (Manitoba/Ontario) | Kanada:G (Quebec) | Kanada:PG (Alberta/British Columbia) | Schweiz:10 (canton of Vaud) | Schweiz:10 (canton of Geneva) | Deutschland:12 | Portugal:M/12 | Taiwan:PG-12 | Schweden:11 | Philippinen:PG-13 (MTRCB) | Island:10 | Brasilien:12 | Malaysia:PG-13 | Thailand:G | Niederlande:12 | Argentinien:13 | Kanada:PG (Canadian Home Video rating) | Dänemark:11 | Österreich:12 | Frankreich:U | USA:PG-13 (certificate #46041) (Doomsday special edition)
Drehorte:
Ashcroft, British Columbia, KanadaMehr ansehen »

Unterhaltsames

Bezüge zu anderen Titeln:

9 von 20 Nutzern fanden den folgenden Kommentar hilfreich.
Gelungen: Die "Mutter aller Katastrophenfilme" vom "Master of Desaster", 31. Oktober 2009
Verfasser: (tinuvielas@stuerzerleuschner.de) aus Hamburg, Deutschland

N.B.: Wer den Trailer gesehen hat, kann problemlos auch folgende Kritik lesen, ohne sich um Spielverderber sorgen zu müssen! Bezug genommen wird lediglich auf Figuren und Genre-Versatzstücke.

Nach seinem missglückten Ausflug ins Fantasy-Genre („10.000 B.C.") hat Roland Emmerich sich auf seine ureigenen Fähigkeiten als „Master of Desaster" besonnen und mit „2012" die „Mutter aller Katastrophenfilme" abgeliefert (wie er unbescheiden, aber völlig berechtigt selber sagt). Mit Gusto inszeniert Emmerich diesmal nichts weniger als den Weltuntergang, der von den Mayas für den 21. Dezember 2012 vorhergesagt wurde – zumindest endet an diesem Tag der 5125 Jahre umfassende Maya-Kalender. Seit der enttäuschenden Normalität des Jahrtausendwechsels gilt „2012" daher in der New-Age-Bewegung als aktuelles apokalyptisches Enddatum.

Doomsday naht auch in Emmerichs Filmversion, und die internationale Politik hat ein ernstes Problem: Während der Jahrmarkt der Eitelkeiten auf Erden langsam aber sicher seinen Totenreigen tanzt, befassen sich pragmatische Politiker und Wissenschaftler in aller Stille damit, zu retten, was zu retten ist und das Überdauern, wenn nicht der Menschen, so doch zumindest der Menschheit zu sichern. Bald wird die altbekannte Wahrheit offenbar, dass viele arbeiten und sterben müssen, damit einige (gut…) leben können.

Unterdessen erkennt der Underdog des Films, der glücklose Science-Fiction-Autor und geschiedene Vater Jackson Curtis (John Cusack), dass die allgegenwärtigen Zeichen einer sich anbahnenden Naturkatastrophe entgegen den Beschwichtigungsparolen der Obrigkeit tatsächlich unheilvolle Frühwehen einer Katastrophe gigantischen Ausmaßes sind: „Wenn sie euch sagen, keine Panik, dann ist es Zeit zu rennen!" Und das tut er, mitsamt Ex-Frau, deren Mann, Tochter und dem nicht zufällig benannten Sohn Noah, im zweiten und dritten Akt des 150 Minuten langen Films.

Souverän und gekonnt integriert das Klasse-Drehbuch im Folgenden alle denk- und verfilmbaren Katastrophenszenarios in die ultimative Weltuntergangs-Geschichte einer neuzeitlichen Sintflut, zitiert Genre-Klassiker ebenso wie kulturelle Topoi von Boëthius' "Trost der Philosophie" über Shakespeare bis zur englischen Queen und besticht mit amüsanten politischen Spitzeleien (es ist wohl kein Spielverderber zu erwähnen, dass der italienische Ministerpräsident dem Weltuntergang betend vor dem Petersdom entgegen sieht, während der protestantische Held tatkräftig die eigene Haut zu retten sucht?).

Durchgehend treffen Emmerich und sein Co-Autor Harald Kloser die richtige Balance zwischen erdumfassender Katastrophe und tränenrührigem individuellem Schicksal, politischer Intrige und geballter Action-Achterbahnfahrt. Das US-Verhältnis zur Welt nutzen sie immer mal wieder für kleine Witzchen (die zu verraten leider tatsächlich ein Spoiler wäre). Hierin, wie auch in der globalen Thematik, offenbart sich ein verändertes amerikanisches Selbstverständnis. Selbst die obligatorischen patriotischen Reden funktionieren – vor allem deshalb, weil sie (meist unfreiwillig) kurz sind.

Zum zu erwartenden Erfolg dieses Films tragen insgesamt drei Faktoren bei: Die richtungweisenden Special Effects, die über 50 Prozent der Filmzeit ausmachen (was aber lobenswerterweise nicht unangenehm auffällt); das überzeugend agierende Darstellerensemble; und der nicht völlig unrealistische Subtext von globaler Bedrohung und moralischem Dilemma. John Cusack spielt Curtis als „supernormalen Typen", so Emmerich im Vorfeld des Films, „der noch nie etwas im Leben gemacht hat" – wenn so einer zum Held wird, dann ist das für den Regisseur und Co-Autor „die total ideale Filmgeschichte". Unterstützt wird Curtis von gestandenen Mimen wie Woody Harrelsen als ebenso durchgeknalltem wie hellsichtigem New-Age-Propheten Charlie Frost, Danny Glover als US-Präsident sowie von Chiwetel Ejiofor, der 1995 als Othello am Londoner Bloomsbury Theatre debütierte und einer der ganz großen britischen Mimen ist; als junger Wissenschaftler Adrian findet er sich unerwartet im Zentrum des Geschehens wieder. Last but not least darf Oliver Platt seine Politikerrolle mit einer gehörigen Portion moralischer Ambivalenz versehen und das Motto des Films formulieren: „Life is unfair!" Denn bei aller politischen Korrektheit: „Es geht darum," so der Regisseur, "wenn unsere Welt zuende geht und es einen Weg gibt, etwas zu retten – wen oder was rettet man? Das halte ich für eine interessante Frage". Es ist Emmerichs vorrangig als spannendem Popcorn-Blockbuster konzipiertem Film durchaus zugute zu halten, dass er diese Frage mit einer gewissen Ernsthaftigkeit stellt – und mit einem mitunter fast zynischen Realismus beantwortet. Natürlich überleben, den Konventionen des Genres entsprechend, die selbstlos Guten – aber eben nicht alle; natürlich sterben die Skrupellosen – aber eben nicht nur sie. Allerdings sollte niemand befürchten, während des Kinobesuchs Gefahr zu laufen, über diese Frage länger nachdenken zu müssen. Dazu haben weder er noch die Protagonisten Gelegenheit. Wie heißt es doch im im Trailer: „Ich dachte, wir hätten mehr Zeit…".

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