SD- oder CF-Karte als Timeshift-Buffer? (1 Viewer)

BachManiac

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October 15, 2007
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Hi!

Hat von euch schon mal jemand versucht, eine SD- oder CF-Karte als Timeshift-Buffer zu verwenden?

Eine Ramdisk als Buffer soll ja bekanntlich die Umschaltzeiten verkürzen, doch ist man hier hinsichtlich Speichergröße stark begrenzt. SD- oder CF-Karten gibt es ja schon bis 16GB und größer.

Da der Datenstrom, der hier verarbeitet wird, ja nicht all zu schnell daherkommt (2GB/h => 0,5MB/s), dürfte der Geschwindigkeitszuwachs ja ev. von der Reaktionszeit des Speichers kommen schätz ich mal.

Und herkömmliche Flash-Karten haben immerhin auch deutlich bessere Reaktionszeiten als Festplatten, von daher die Idee.

Was haltet ihr davon?

Ich habe nämlich ein zum HTPC umfunktioniertes Notebook, und da würde ein PCMCIA-Kardreader ganz gut reinpassen.
 

joystick

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    gehen tut das ohne probleme, der Punkt ist nur das CF Karte eine beschränkte Lebensdauer bzgl read/write zyklen haben.
    Die musst du dann eben irgendwann ersetzten. Ob das von der Geschwindigkeit einen unterschied macht glaube ich kaum. Auch die Ramdisks bringen aus meiner Erfahrung keinen merklichen Unterschied (ausser dein System ist per se extrem langsam).

    cheers
    joystick
     

    BachManiac

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    October 15, 2007
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    das mit den schreibzugriffen hört man immer, doch es hat noch nie jemand davon berichtet, dass ihm die speicherkarte aufgrund zu vieler schreibvorgänge eingegangen ist.

    Meiner Meinung nach wird das viel zu überbewertet.

    jede speicherkarte hat einen internen controller, der die schreibzugriffe "gerecht" unter den speicherzellen aufteilt, sodass alle zellen gleich oft beschrieben werden.

    ein MLC-Speicher, so wie es die SD-Karten sind, hält rund 100.000 Schreibzugriffe aus. hab ich jetzt eine 2GB-Karte, wird bei 2GB Daten/Stunde jede Zelle der Karte ziemlcih genau jede Stunde 1x beschrieben.

    Also hält die Karte ~100.000 Stunden, und so viel schaue ich nie fern. Selbst wenn sie nur 10.000 Stunden hält, und ich täglich 3h fernsehe, kommt sie 9 Jahre durch, und wenn ich daran denke, dass die Karte 7 Euro gekostet hat, pfeif ich drauf, wenn sie irgendwann mal eingeht.

    ;)

    Ich hab einen "Media-Server" laufen, an dem ne externe Festplatte angeschlossen ist. Die Interne Festplatte ist aber eine CF-Karte. Der Server wird im Mai sein Jubiläum haben, dann läuft er nämlich genau ein Jahr durch... ohne Probleme.

    also wie gesagt, das mit den "begrenzten Schreibzugriffen" wird viel zu überbewertet. Da geht schon fast eher eine HDD ein meiner Meinung nach.

    ;)

    ich werds auf jeden fall mal antesten und werd euch davon berichten, ob und wieviel Geschwindigkeitszuwachs das bringt...
     

    JackTramiel

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    Das würde mich auch interessieren. Gibt ja auch USB Sticks mit SD Karten Slot und alle Jubeljahre mal ne neue SD Karte... ja mei. Schön wäre das die Festplatte keine Zugriffe hat und die Zugriffszeit ist besser. Die Frage ist ob die Transferrate reicht - grade was Timeshift angeht. Bin sehr gespannt auf dein Feedback.
     

    asd7000

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    Also das mt den Schreibzugriffen wird absolut nicht überbewertet ich habe USB-Sticks gesehen die nach einem Jahr Benutzung im Eimer waren leider auch die Markensticks. Ein Problem ist das Windows zu oft auf jedes Medium schreibt egal ob Platte oder Stick. Es wird ja nicht nur die eigentliche Datei geschrieben sondern die Master File Table und was Windows da noch so tut. Was ist den der Media Server Bitte für ein System? Denn oft wird dann das System dann nur von dem Medium geladen und danach nur wirkliche Änderungen in der Konfiguration auf das Speichermedium geschrieben. Gerade Linux Systeme schreiben dann gar nichts auf das Speichermedium. Auch für Windows XP gibt es bestimmte Treiber die dann das vorzeitige altern des Mediums verhindern. Ich finde es macht auch kaum Sinn den Timeshift Buffer auf eine SD-Card zu Schreiben. Die 0,5MB/s stimmen ja auch nur begrenzt. Denn wenn ich gleichzeitig Lese und Schreibe wirds schon mehr und da kränkeln gerade USB-Sticks und CF-Karten ganz extrem. Geschweige wenn dann mehrere Sender gleichzeitig im Timeshift Puffer laufen. Ich kann mir auch nicht vorstellen das die 7ms die die Festplatten an Verzögerungen haben spürbar sind. Aber ein Test wäre es denke ich schon mal wert und bei den heutigen Preisen auch kein Problem. Ich persönlich bin nur komplett von Flash Speichermedien abgekommen und nutze Microdrives da die meiner Erfahrung nach länger halten bei mir fällt sowas schon mal runter oder wird bei -10°C durch die Gegend transportiert. Leider halten die Flashspeicher dann auch oft nur 10000 Zugriffe pro Zelle aus. Das wäre dann nicht mal ein Jahr. Weitere Fragen sind wie wirkt sich ständiges Umschalten auf den Timeshift Puffer aus? Nehmen wir mal an der fängt dann nach dem Umschalten immer wieder am Anfang des Timeshift Files an dann ist der Anfang des Flashspeichers sicher viel schneller im Eimer.
     

    BachManiac

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    also ich habs jetzt gerade versucht und das Ergebnis war sehr ernüchternd.

    die SD-Karte ist so langsam, dass das TV-Bild ruckelt. Die Umschaltzeiten haben sich wenig überraschend vervielfacht.

    dann hätt ich noch ein Ass im Ärmel gehabt: eine Sandisk Extreme III mit 30MB/s (lesen+schreiben), jedoch ist sogar die zu langsam. Je kleiner die Daten werden, desto langsamer wird die Karte, das ist leider so.

    also kann man das vergessen....

    mein Media-Server ist ein normales Windows-XP, welches höchstens durch Nlite ein bisschen abgespeckt wurde. Extra-Treiber usw hab ich nicht. Einzig, die Auslagerungsdatei hab ich deaktiviert, um den Speicher zu schonen.

    zu deinen defekt gewordenen USB-Sticks: Die USB-Sticks werden nicht durch die vielen Schreib-zugriffe kaputt, sondern durch die mechanische Belastung, wenn die Bauteile einfach spröde werden durch die ewige herumtragerei. Aber dass wirklich die Flash-Zellen eingehen, würd mich wundern. Deshalb geben ja auch bessere Hersteller wie z.B. Sandisk eine Lifetime-Warranty auf den Speicher, weil der eben praktisch unmöglich zum Ruinieren ist, höchstens man lässt absichtlich ein Schredder-Programm ect. drüberlaufen.

    aber egal, hat sich ohnehin erledigt das Thema....
     

    Cressari

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    I hab zu Weihnachten eine Platte dazugesteckt. Systemplatte blieb eine 320er WD (Raid Edition). Dazu kam eine 750GB Seagate Barracuda (genaue Bezeichnung grad nicht zur Hand, lieber eine WD Green nehmen, die sind leiser). Timeshift auf die 2. Platte gemappt und die Umschaltzeiten sind spürbar kürzer. Gruss vom Cress
     

    BachManiac

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    eine externe HDD wäre in meinem Fall das selbe...
    ein schneller Speicher wäre hier interessant, also ein RAM-Speicher in einem USB-Stick oder so ähnlich, falls es sowas gibt...;)
    so ein Intel Turbomemory-Modul z.B., aber ob man dies als normales Laufwerk ansprechen könnte?

    wobei es schön langsam wirklch sinnvoller ist, das system einfach auf 2GB aufzurüsten (=max) und 1GB als Ramdisk zu verwenden. Dies dürfte die einfachste, sauberste und nebenbei auch schnellste Lösung sein...
     

    Helios61

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    Hallo!

    Geb auch mal meinen Senf dazu: Wer 500 MB Ram übrig hat, dem kann ich nur eine Ramdisk empfehlen (formatiert in NTFS; Befehl dazu liegt im Autostart!): funktioniert einwandfrei und absolut problemlos bei HD und SD!

    Gruß
    Helios
     

    Cuitlahac

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    Hi,

    also wer sich für eine RAM-Disk als timeshift-Disk interessiert, dem empfehle ich den folgenden Thread mal zu lesen:
    https://forum.team-mediaportal.com/improvement-suggestions-46/timeshift-ram-disk-14059/index2.html#post356142

    Für diejenigen die des Englischen nicht so mächtig sind, fasse ich es hier kurz zusammen:

    Ich fahre hier meinen PC seit einiger Zeit mit einer 1 GB Ramdisk auf die ich auch den timeshift-buffer gelegt habe. War ein Experiment, da ich gerne mal so Sachen ausprobiere. :)

    Ergebnis ist folgendes: Bezüglich der Umschaltzeiten bringt das keine spürbare Verbesserung. Laut den MP-Entwicklern ist die Festplatte auch nicht das langsamste Glied in der Kette beim Umschalten, sondern hier bremst vielmehr die TV-Karte (Treiber) und die interne Signalverarbeitung von MP, die wohl nicht ganz optimiert ist. Das ist auch leicht nachzuvollziehen, da das (digitale) TV-Bild nach dem Umschalten erst dekodiert und evtl. sogar noch entschlüsselt werden muss. Erst dann beginnt das timeshifting. Also bringt eine Ramdisk diesbezüglich nix.

    Eine Ramdisk kann aber evtl. andere Vorteile bringen:
    - weniger HD-Zugriffe = evtl. leiseres System
    - insgesamt etwas schnellere Reaktion des Betriebssystems wenn auch Internetcache und Temp Ordner auf die Ramdisk gelegt werden.
    - der Temp-Ordner müllt nicht zu sondern ist bei jedem Neustart leer

    Voraussetzung ist aber natürlich genügend RAM. Wer mit Arbeitsspeicher sowieso schon kanpp ist und dem Betriebssystem dann auch noch was davon wegnimmt für die Ramdisk, erreicht das Gegenteil von Beschleunigung weil Windows dann mehr auf die Platte auslagern muss.
    Insgesamt muss man sich aber klar sein, dass die Auswirkungen einer Ramdisk minimal sind. Jeder sollte für sich überlegen ob er das Risiko eingeht und sein funktionierendes System umkonfiguriert. Man kann sich damit leicht auch neue Probleme einhandeln, wie immer wenn man an der Konfiguration rumbastelt...

    Gruß,
    Michael
     

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