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<blockquote data-quote="Lehmden" data-source="post: 1252409" data-attributes="member: 109222"><p>Hi.</p><p>Ich denke nicht, das die Hardware das Problem ist. Ist sie selten... Meist ist das SMB (auch Samba in der Linux Welt genannt), also das Protokoll, über das die Windows Freigaben abgewickelt werden, die Kern- Ursache für diverse Netzwerk Probleme. Das SMB Protokoll ist "uralt" (wurde mit Windows 3.1 1993 eingeführt) und von den ursprünglichen Specs her weder flexibel noch sicher. Deswegen ist im Lauf der Zeit die Version 2 und später Version 3 des SMB Protokolls erschienen. In Windows 10 hat Microsoft die Version 1 standardmäßig deaktiviert. Aus Sicherheitsgründen eine gute Idee denn SMB 1 ist total unsicher. Doch leider funktioniert die Netzwerkerkennung (also das auffinden von anderen Computern) auch 2019 immer noch ausschließlich über SMB V1... Da beißt sich die Katze in den Schwanz...</p><p>Daneben sorgt das Konzept mit dem "Master Browser" auch oft für Verdruss. Der "Master Browser" ist der Computer im Netz, an den sich alle anderen wenden müssen, wenn sie einen anderen Computer kontaktieren wollen, denn er führt die Liste aller in der Arbeitsgruppe angemeldeten Systeme. Diese Liste wird aber nur alle 12 Minuten aktualisiert und abgefragt. Es kann also bis zu 12 Minuten dauern, bis ein neues System im Netz erscheint. </p><p>In der Regel wird der erste Computer, der sich im Netz anmeldet automatisch der "Master Browser". Sobald dieser aber mal abgemeldet wurde, prügeln sich die verbleibenden Systeme dann darum, wer nun der Master sein darf. Das nennt sich Election (Englisch für Wahl). In dieser Zeit funktionieren die Freigaben nicht wirklich... Man kann einem System auch fest die Rolle des "Master Browsers" zuweisen in dem man es allen anderen verbietet. Das muss dann aber eigentlich ein 24/7 System sein, vor allem, wenn man allen anderen Systemen verbietet der Master zu werden.... Wobei ein 24/7 System in der Regel früher oder später sowieso der Master Browser wird. Hat man so ein 24/7 System nicht, kann man auch "künstlich" dafür sorgen, in dem man z.B. einen alten USB Stick an den Router klemmt und ihn im Netz freigibt. Zumindest eine FritzBox wird dann nach einer gewissen Zeit automatisch zum Master Browser. Da die FritzBox aber sehr langsam ist, ist das nicht die allerbeste Idee. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden,,, Mein neuer Celeron J3455 wird mit Sicherheit bei mir diese Rolle in Zukunft übernehmen, sobald er in den regulären Arbeitsdienst gestellt wird.</p><p></p><p>Mehr Infos dazu gibt es im Netz, z.b. hier:</p><p><a href="https://www.heise.de/ct/artikel/Die-Netzwerkumgebung-von-Windows-im-Griff-972246.html" target="_blank">Die Netzwerkumgebung von Windows im Griff</a></p><p></p><p>Deswegen denke ich, dein "Kaltreset" des Switch hat durch die kurzfristige Auflösung des existierenden Netzwerks lediglich dazu geführt, das ein neuer "Master Browser" gewählt wurde und somit zunächst mal einige Systeme mehr aufgetaucht sind...</p><p></p><p>Leider gibt es auch 2019 keine echte Alternative zu SMB... Es gibt noch das NFS (Network File System), womit man quasi direkt auf das Dateisystem eines Laufwerks an einem entfernten Rechner zugreifen kann. In der Linux Welt ist das durchaus gebräuchlich und funktioniert einwandfrei, doch ist die Windows Implementation davon sowas von grottig. Man kann die einzelnen Bytes einer Datei schneller per Schneckenpost verschicken als unter Windows auf ein NFS Laufwerk zuzugreifen... Alternativen wären noch FTP oder WebDAV, doch diese Protokolle sind für den Einsatz im WAN optimiert und sind im LAN nicht gerade die schnellte und unkomplizierteste Methode. Trotzdem kann man z.B. in Kodi auch FTP oder WebDAV Laufwerke als Medienquellen einbinden. In MP2 wird das vermutlich auch irgendwann mal implementiert...</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="Lehmden, post: 1252409, member: 109222"] Hi. Ich denke nicht, das die Hardware das Problem ist. Ist sie selten... Meist ist das SMB (auch Samba in der Linux Welt genannt), also das Protokoll, über das die Windows Freigaben abgewickelt werden, die Kern- Ursache für diverse Netzwerk Probleme. Das SMB Protokoll ist "uralt" (wurde mit Windows 3.1 1993 eingeführt) und von den ursprünglichen Specs her weder flexibel noch sicher. Deswegen ist im Lauf der Zeit die Version 2 und später Version 3 des SMB Protokolls erschienen. In Windows 10 hat Microsoft die Version 1 standardmäßig deaktiviert. Aus Sicherheitsgründen eine gute Idee denn SMB 1 ist total unsicher. Doch leider funktioniert die Netzwerkerkennung (also das auffinden von anderen Computern) auch 2019 immer noch ausschließlich über SMB V1... Da beißt sich die Katze in den Schwanz... Daneben sorgt das Konzept mit dem "Master Browser" auch oft für Verdruss. Der "Master Browser" ist der Computer im Netz, an den sich alle anderen wenden müssen, wenn sie einen anderen Computer kontaktieren wollen, denn er führt die Liste aller in der Arbeitsgruppe angemeldeten Systeme. Diese Liste wird aber nur alle 12 Minuten aktualisiert und abgefragt. Es kann also bis zu 12 Minuten dauern, bis ein neues System im Netz erscheint. In der Regel wird der erste Computer, der sich im Netz anmeldet automatisch der "Master Browser". Sobald dieser aber mal abgemeldet wurde, prügeln sich die verbleibenden Systeme dann darum, wer nun der Master sein darf. Das nennt sich Election (Englisch für Wahl). In dieser Zeit funktionieren die Freigaben nicht wirklich... Man kann einem System auch fest die Rolle des "Master Browsers" zuweisen in dem man es allen anderen verbietet. Das muss dann aber eigentlich ein 24/7 System sein, vor allem, wenn man allen anderen Systemen verbietet der Master zu werden.... Wobei ein 24/7 System in der Regel früher oder später sowieso der Master Browser wird. Hat man so ein 24/7 System nicht, kann man auch "künstlich" dafür sorgen, in dem man z.B. einen alten USB Stick an den Router klemmt und ihn im Netz freigibt. Zumindest eine FritzBox wird dann nach einer gewissen Zeit automatisch zum Master Browser. Da die FritzBox aber sehr langsam ist, ist das nicht die allerbeste Idee. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden,,, Mein neuer Celeron J3455 wird mit Sicherheit bei mir diese Rolle in Zukunft übernehmen, sobald er in den regulären Arbeitsdienst gestellt wird. Mehr Infos dazu gibt es im Netz, z.b. hier: [URL="https://www.heise.de/ct/artikel/Die-Netzwerkumgebung-von-Windows-im-Griff-972246.html"]Die Netzwerkumgebung von Windows im Griff[/URL] Deswegen denke ich, dein "Kaltreset" des Switch hat durch die kurzfristige Auflösung des existierenden Netzwerks lediglich dazu geführt, das ein neuer "Master Browser" gewählt wurde und somit zunächst mal einige Systeme mehr aufgetaucht sind... Leider gibt es auch 2019 keine echte Alternative zu SMB... Es gibt noch das NFS (Network File System), womit man quasi direkt auf das Dateisystem eines Laufwerks an einem entfernten Rechner zugreifen kann. In der Linux Welt ist das durchaus gebräuchlich und funktioniert einwandfrei, doch ist die Windows Implementation davon sowas von grottig. Man kann die einzelnen Bytes einer Datei schneller per Schneckenpost verschicken als unter Windows auf ein NFS Laufwerk zuzugreifen... Alternativen wären noch FTP oder WebDAV, doch diese Protokolle sind für den Einsatz im WAN optimiert und sind im LAN nicht gerade die schnellte und unkomplizierteste Methode. Trotzdem kann man z.B. in Kodi auch FTP oder WebDAV Laufwerke als Medienquellen einbinden. In MP2 wird das vermutlich auch irgendwann mal implementiert... [/QUOTE]
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