Media-Buddy, die "eierlegende Wollmilchsau" unter den Medien-Tools. (5 Viewers)

Lehmden

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    Lehmden
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    Hi.
    Beim Rumspielen mit verschiedenen 4k und HDR Medien ist mir aufgefallen, das einige der UHD Videos auf meinem TV nur mit 1080p abgespielt werden. Inzwischen weiß ich auch, warum. Mein TV kann 4k UHD nur bis 30Hz, was sicher auch auf viele andere Geräte zutrifft. An sich kein Problem, denn in aller Regel haben 4k Inhalte nicht mehr als 30 Hz. Es gibt aber eine Ausnahme, und zwar die UHD Inhalte in den Mediatheken der Öffentlich- Rechtlichen Sender. Die sind, wie alles dort, mit 50Hz Framerate. Das schafft mein TV nicht, weswegen die Player auf 1080p@50Hz umschalten. Dann nutzt mir das UHD aber nichts, so würde FHD (also 1080p) auch ausreichen.

    Eigentlich vermeide ich es strikt, an der Auflösung oder der Framerate von Videos herum zu fummeln. Deswegen gibt es dazu auch keine Einstellungen in Media-Buddy. In diesem Fall ist eine Anpassung der Framerate aber zwingend notwendig. Die 50Hz sind sowieso Fake. Dabei wird von einem 25 Hz Video einfach jedes Bild zweimal verwendet, um auf die 50 Hz zu kommen. Deswegen hat man keine Einbußen, wenn man das Video auf 25 Hz umkodiert. Dafür gibt es jetzt eine Option in Media-Buddy.

    Clipboard 1.jpg


    Standardmäßig ist das nicht aktiviert. Wer also eine Wiedergabekette hat, die 4k@60Hz beherrscht, kann das deaktiviert lassen. Die Option, sofern aktiviert, verringert die Framerate nur bei 4K Videos und das auch nur dann, wenn sie über 30 Hz Framerate haben. Alles andere, also auch die überwiegende Mehrheit an UHD Inhalten, bleibt davon völlig unbeeinflusst. Leider funktioniert das Ganze nur durch neu kodieren. Beim Ummuxen kann man die FPS leider nicht verändern. Deswegen werden alle entsprechenden Inhalte rekodiert, auch wenn sie sonst eigentlich nicht umgerechnet werden müssten.

    Das betrifft wie gesagt vorrangig so Sachen wie "Der Schwarm", "Der Herr der Ringe - Die Ringe der Macht", "Weiss & Morales", "Concordia - Tödliche Utopie" und andere Serien, die in UHD Qualität in den ÖR- Mediatheken verfügbar sind/waren.

    Daneben gab es noch vereinzelte Bugfixes und FFMpeg wurde auf Version 8 aktualisiert. Auch MKVToolNix wurde aktualisiert, auf V 93.

    Die neue Version 1.3.1.16 wird heute im Laufe des Tages dort zum Download bereit stehen, wo sie immer zu finden ist (siehe erster Beitrag hier). Aktuell wird sie grade hochgeladen, was bei mir aber immer ewig dauert.
     

    El_Nino

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    August 28, 2010
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    Hallo, ich habe mir die aktuelle Version 1.3.1.16 heruntergeladen (der Screenshot oben zeigt sogar 1.3.1.17).

    ++++++++
    Edit 12.03.2026:
    Deinstallation mit anschließender manueller Entfernung des Media-Buddy Ordners (darin war noch die "nfo4HTPCv2.Settings.json" ) und Neuinstallation hat das Problem behoben.
    ++++++++

    Jedoch habe ich ein Problem:
    Sobald ich auch nur eine Einstellung speichern möchte, z.B. das Arbeitslaufwerk ändern, oder einfach nur das Programm schließen (über das X oben rechts), stürzt der Media-Buddy mit folgender Fehlermeldung ab:

    Code:
    Line 42496 (File "C:\Program Files\Media-Buddy\Media-Buddy.exe"): Error: Variable must be of type "Object"

    Screenshot:

    error.png


    Ich bin mir jetzt nicht sicher, was die Ursache sein könnte. Fehlt mir eine Art zusätzliche Runtime oder gibt es im Code von Media-Buddy ein Problem?

    Grüße
     
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    Lehmden

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    Lehmden
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    Hi.
    Nur mit der Meldung alleine kann ich leider nicht wirklich helfen. Ich müsste da schon die Logs haben. Im Startmenü gibt es einen Log-Collector, der die Logs einsammelt und als Zip Archiv speichert. Dieses Archiv müsstest du mir zukommen lassen.

    So wie es aussieht, klappt die Verbindung zu einem externen Datenspeicher nicht. Beim Beenden bzw. Speichern von Einstellungen werden drei Dinge gemacht. Zum Einen werden die Programm- Einstellungen wie etwa das zuletzt genutzte Modul, welche Codecs usw. verwendet werden sollen, und vieles mehr in der Media-Buddy.ini (einer reinen Text-Datei) gespeichert, ein fest in Windows verankertes Prozedere, das mit hoher Sicherheit keine Probleme macht. Daneben werden Informationen über die zuletzt verwendeten Medien in einer SQLite Datenbank gespeichert. Könnte theoretisch also die SQLite Datenbank sein. Die notwendigen Bibliotheken sind aber alle vorhanden und SQLite ist ein sehr ausgereiftes System, das eigentlich nie Probleme macht. Das Dritte, was passiert, die Einstellungen für den externen Grabber werden im .json Format gespeichert. Ebenfalls eine reine Text- Angelegenheit, die keine Probleme verursachen sollte.

    Das Ganze würde am ehesten auf ein Problem mit dem Defender o.Ä. hindeuten. Wenn der Defender z.B. die Datenbank- Datei grade scannt und deswegen blockiert und Media-Buddy etwas abspeichern muss, kann es zu so einem Fehler kommen. Kann man leicht testen. Windows neu starten, dann temporär den Defender abschalten. Nun versuchen, etwas in Media-Buddy zu speichern (oder einfach ausschalten). Klappt es jetzt, ist der Schuldige gefunden. Dann musst du den Media-Buddy Programm- Ordner als Ausnahme im Defender anlegen. Geht es immer noch nicht, muss man weiter suchen.
    Oder du versuchst Media-Buddy auf einem 32 Bit System laufen zu lassen (sollte eigentlich bei der Installation verhindert werden), oder, oder, oder. Ohne Logs kann man dazu einfach nichts sagen. Speziell, da ich diesen Fehler noch nie gesehen habe, weder bei mir noch bei anderen... In sofern glaube ich nicht an ein Problem in Media-Buddy selbst. Sonst müsste das eigentlich öfter mal vorkommen. Und ich nutze Media-Buddy jeden Tag, meist auch viele Stunden lang.
    Ich bin nicht mehr so oft hier im Forum unterwegs, da ich schon seit Jahren Mediaportal nicht mehr selbst nutze. Deswegen könnte es etwas dauern, bis ich antworten kann.
     

    El_Nino

    Portal Member
    August 28, 2010
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    Hallo Lehmden,

    vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

    Ich hatte meinen ursprünglichen Post bereits am 12.03.2026 editiert, eventuell nicht ausreichend offensichtlich.
    Denn ich konnte das Problem lösen, durch Deinstallation mit anschließender manueller Entfernung des Media-Buddy Ordners (darin war noch die "nfo4HTPCv2.Settings.json" ) und Neuinstallation hat das Problem behoben.

    Den Hinweis darauf fand ich im Post #240 hier, derjenige hatte diesselbe Fehlermeldung. In deiner Antwort darauf (#241) gabst du den Hinweis auf die Datei "nfo4HTPCv2.Settings.json".
    Das hat mich zu oben beschriebenen Versuch geführt, der in einem Erfolg endete. Nochmal Danke dafür.

    Ich hätte jedoch in der Tat noch ein paar Fragen, mehr oder weniger Verständnsisfragen, um die Arbeits- bzw. Funktionsweise des Media-Buddy besser zu verstehen/nachzuvollziehen.
    Nachdem nun alles Fehlerfrei funktionierte, habe ich etwas herumexperimentiert, konnte ich (auch mittels deinen Beschreibungen) viele Funktionen und Optionen besser verstehen und deren Auswirkungen nachvollziehen.

    Diese 3 Fragen sind mir aber geblieben:

    1.
    ".nfo erneuern" und "Metadaten in mkv einfügen" jeweils deaktiviert ("Grafiken herunterladen" und "Kapitel herunterladen" sind aktiviert), jedoch nach "Metadaten bearbeiten" sind die .nfo und die mkv-Videodatei immer mit aktuellem Zeitstempel versehen, als wären sie bearbeitet worden.

    Eventuell verstehe ich noch nicht ganz die Funktionsweise zur Nachvollziehbarkeit dahinter. Ich dachte vom Prinzip her, das Deaktivieren dieser Optionen ist wie das Deaktivieren von "Grafiken erneuern". Dort ist es nachvollziehbar, es wird nichts erneut heruntergeladen (wenn schon vorhanden) und auch nichts erneuert, Zeitstempel bleibt gleich. Deshalb dachte ich, das Deaktiviern von "nfo erneuern/Metadaten in mkv schreiben" hat den gleichen Effekt.
    Aber eventuell habe ich die Wirkungsweise dieser beiden Optionen falsch verstanden?

    2.
    Zum Umwandeln von Videos nach h265 in mkv:
    wird die Videoqualität schlechter durch umwandeln?
    Ich möchte eigentlich nur etwas Platz sparen, Audio soll beibehalten werden, bzw. das Bild sollte sich nicht verschlechtern.
    Dabei habe ich unter anderen h264 Dateien, aber auch eine Windows Media Video VC1 (WVC1).

    3.
    Eine allgemeine Frage über das Konzept der Fanart "Filmsammlung":
    Wie funktioniert das, bzw. wie wird es benutzt?

    Was ich feststellte, wenn aktiviert, wird ein entsprechender Ordner mit fanart angelegt und diese in der mkv verknüpft.
    Dies ist unter "Nachbearbeiten - Filmsammlung" ersichtlich. Wenn ich den Ordner entferne oder verschiebe, ist unter Nachbearbeiten - Filmsammlung keine Fanart hinterlegt, soweit, so nachvollziehbar. Wenn ich nun den Ordner wieder zurückschiebe, fehlt bei neuem Aufrufen von "Nachbearbeiten - Filmsammlung" die Fanart immer noch. Erst ein erneutes Bearbeiten der Metadaten mit aktivierter "Filmsammlung" Option bringt diese wieder zurück.

    Wie wird diese Verknüpfung realisiert?
    Und wo platziere ich normalerweise diesen Ordner?
    Oder mache ich das zum Schluss, wenn ich alles einsortiert habe?


    Das sind mehr oder weniger Fragen aus Interesse, mein Hauptziel, meine vorhandenen Dateien sauber mit Metadaten aufzubereiten, wird nach meinem Verständnis problemlos funktionieren.
    Nochmals vielen Dank für deine Mühen und noch einen erholsamen Ostermontag.

    Grüße
     

    Lehmden

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    Lehmden
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    Hi.
    Zu 1.
    Beim Bearbeiten der MKV werden die Dateien u.A. getaggt, genau wie man es von MP3 mit Musik kennt. Dadurch ist der Timestamp auf jeden Fall anders. Das Taggen ändert nur den Header, nicht das eigentliche Video. Aber der Zeitstempel wird dabei geändert. Die meisten Video Container können entweder gar nicht oder nur eingeschränkt mit Metatags umgehen. MKV unterstützt das vollständig. MediaPortal 2 kann diese Tags beim Einlesen in die Datenbank erkennen und verwenden, genau wie Kodi auch. MediaPortal1 hingegen kann das nicht, zumindest meinem veralteten Kenntnisstand nach. Da die Tags niemals stören können und es in Media-Buddy ohnehin schon so viele Einstellungen gibt, habe ich das nicht auch noch konfigurierbar gemacht.
    Bei den .nfo liegt der Fall etwas anders. Die werden auf jeden Fall immer verändert, wenn man mit Media-Buddy arbeitet. Das ist technisch notwendig. Der nicht gesetzte Haken bewirkt, das mit den vorhandenen Dateien gearbeitet wird. Ist der Haken gesetzt, werden die Metadaten neu aus dem Internet geladen. Das kann hilfreich sein (weswegen man das konfigurieren kann), ist aber oft auch störend. Wenn man z.B. die Beschreibung "eingedeutscht" hat, da sie Online nur auf Englisch verfügbar ist, würde diese Arbeit sonst zunichte gemacht. Ist keine .nfo vorhanden, wird sie auf jeden Fall neu erstellt.

    Zu2.
    wird die Videoqualität schlechter durch umwandeln?
    Ja, immer. Das ist technisch unvermeidlich. Ob man das allerdings sehen (oder auch nur "messen") kann, steht auf einem ganz anderen Blatt. H265 komprimiert bei gleicher Bildqualität besser als H264, sprich die Dateien werden kleiner ohne dabei "schlechter" zu werden. Die "Schrumpfung" kann zwischen 0% und 80% liegen. Wie stark, hängt fast nur vom Inhalt des Videos und der eingestellten Qualität ab. Alte analog gefilmte körnige Landschaften lassen sich praktisch gar nicht komprimieren. aktuelle, glatte und rauschfreie Animationsfilme dafür um so stärker. H264 wird von so ziemlich jedem Player unterstützt. H265 ist noch nicht ganz so verbreitet, aber alles, was an Hardware aus diesem Jahrzehnt stammt, sollte auch mit H265 umgehen können.
    VC1 ist hingegen nicht weit verbreitet. Da muss man wirklich Glück haben, wenn die Hardware damit richtig umgehen kann. Moderne Geräte können das öfter mal, aber das ist keinesfalls selbstverständlich. Würde ich sicher nicht ohne Umwandlung in meine Mediathek aufnehmen.

    Zu3.
    So weit ich informiert bin, kann MediaPortal 1 nichts mit den Filmsammlungen anfangen. Wie gesagt. sollte sich da seit meinem Umstieg vor Jahren etwas geändert haben, bitte ich das zu entschuldigen. Bei MediaPortal 2 ging das und natürlich auch bei Kodi.
    Im Prinzip ist eine Filmsammlung eine Gruppe von zusammen gehörenden Filmen. Sowas wie die James Bond Filme oder die Avatar Filme oder so. In Kodi kann man nun die Oberfläche so einstellen (muss man aber nicht, wenn man nicht will), das nicht jeder der über 20 James Bond Filme einzeln angezeigt wird. Hier gibt es dann nur einen Eintrag, zur James Bond Filmreihe.

    Clipboard 3.jpg


    Erst wenn man nun in die Filmreihe navigiert, werden die einzelnen Filme (nach Erscheinungsdatum) angezeigt.

    Clipboard 4.jpg


    Damit das entsprechend "schön" aussieht, gibt es für eine Filmsammlung dieselben grafischen Elemente (Fanart, Poster, banner, Logo,...) wie für einen "einzelnen" Film. Anfangs wurden diese Grafiken bei jedem Film aus der Serie immer wieder und wieder abgelegt. Aber das ist nicht effektiv, weswegen es schon lange einen eigenen Ordner dafür gibt.

    wo platziere ich normalerweise diesen Ordner?

    Der Ordner sollte natürlich im Netz erreichbar sein. Idealerweise auf einem Server, der 24/7 läuft. Bei mir ist es der Smart Home Server, der zwangsweise 24/7 laufen muss. Hier habe ich u.A. den Ordner für die Filmsammlungen unter gebracht. Den Pfad gibt man in Media-Buddy unter Einstellungen > Metadaten Optionen an.
    In diesem Ordner gibt es für jede Filmsammlung einen Unterordner, in dem die Grafiken liegen.

    Clipboard 1.jpg


    In so einem Ordner liegen dann die Grafiken, so als ob man einen Film- Ordner hätte:

    Clipboard 2.jpg


    Dazu gibt es auch eine Beschreibung der Filmreihe. Die wird aber, da nur wenig Platz verbraucht wird, mit in der Film.nfo jedes Films aus der Sammlung abgespeichert.

    Die Filmsammlungen sind auf TMDB zu finden, genau wie die eigentlichen Filme selbst. Die Metadaten werden auch von dort gescrappt...

    In wie weit man damit überhaupt irgendwas in MediaPortal 1 anfangen kann, weiß ich nicht. Wenn das dort nicht unterstützt wird (so wie früher) und du nichts anderes verwendest als MP1 kannst du den Download der Grafiken auch ausschalten. Spart Bandbreite und Zeit.
     
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    Lehmden

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    Hi.
    Es gibt etwas ganz Neues von Media-Buddy... Ich bin aktuell dabei, Media-Buddy mit KI Hilfe von Grund auf neu zu schreiben, und das dieses Mal komplett Plattform unabhängig. Deswegen entsteht Media-Buddy V2 in Python. Python ist nahezu ideal, um Cross Platform Apps in einer leicht verständlichen Sprache zu schreiben. Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis es eine erste öffentliche Test- Version geben wird. Es funktioniert aber schon einiges, was man aus V1 kennt. Das Meiste ist dabei nicht nur übernommen, sondern sowohl technisch als auch funktional modernisiert worden. Wie üblich, kann der User auch alle "neuen" Features selbst konfigurieren.

    So werden z.B. die diversen DolbyVision Profile bei der Verarbeitung vollständig erhalten. Bei Profil 8.1 sowie 8.4 klappt das (nahezu) verlustfrei auch dann, wenn man das Video neu kodiert. Bei Profil 5, 10 und 20 kann man das nur durch Streamcopy erreichen. Hier kann man also Video Codec oder Dateigröße nicht verändern. Wenn das aber trotzdem ausgewählt wurde, wird diese Auswahl überstimmt, damit das Ergebnis auf jeden Fall ein funktionsfähiges Video ist. Ein Sonderfall ist Profil 7 (das normalerweise von UHD BluRay kommt). Hier gibt es mehrere Layer. Will man alle Layer (wie z.B FEL) erhalten, kann man auch Profil 7 nicht neu kodieren. Was man aber machen kann, wenn einem der 80 GB BD Rip einfach zu groß für die eigene Sammlung ist, ist es, Profil 7 zu 8.1 zu konvertieren und dann das eigentliche Video neu und viel, kleiner zu kodieren. Das erhält nicht mehr das komplette DV Erlebnis, ist aber mit Profil 8.1 doch recht nahe dran. Der User kann festlegen, ob Profil 7 erhalten oder zu 8.1 konvertiert werden soll. Alles andere manged das Programm automatisch. Bei DV Profil 20 gibt es obendrein eine erstaunliche Besonderheit. Profil 20 ist nicht mit dem Matroska Container kompatibel. Man kann so ein Video also nicht in eine .mkv speichern. Trifft Media-Buddy auf so eine sehr, sehr seltene Datei, wird automatisch .mp4 als Container verwendet, der damit tatsächlich kompatibel ist.

    Die Qualitätseinstellungen sind jetzt sehr Userfreundlich auf ein 7 Stufen System umgestellt. Der User muss nicht mehr wissen, was CQ24 bedeutet. Er wählt einfach die ihm am besten gefallende Qualitätsstufe aus und das Programm ermittelt die zur gewählten Stufe und dem jeweils verwendeten Codec passenden Einstellungen automatisch. Obendrein gibt es sogar eine Vorab- Schätzung, ob das Ergebnis mit der gewählten Stufe u.U. größer als das Original wird, etwas, das man ja grade nicht will. Kann aber, bei einer fest eingestellten Qualität tatsächlich vorkommen. Das ergibt dann nur zu große Dateien, denn "mehr" Bildqualität kann man durch das Umkodieren technisch einfach nicht erreichen. In so einem Fall wird die eigentlich ausgewählte Qualitätsstufe verkleinert, um kein unnötig großes Video zu erzeugen. Um die zu einem selbst passenden Qualitätsstufen heraus zu bekommen, gibt es einen eingebauten Test, der Ausschnitte aus den im Eingang liegenden Videos in verschiedenen Qualitätsstufen neu kodiert und nebeneinander abspeichert. Damit kann man dann ausprobieren, was einem an Qualität reicht, ohne unnötig große Dateien zu erzeugen. Sowas kann man am Besten einfach selbst ausprobieren, da der Qualitätseindruck eine ganz subjektive Angelegenheit ist, die obendrein von der eigenen Hardware maßgeblich mit beeinflusst wird. Das, was bei mir "perfekte" Ergebnisse liefert, kann bei dir eher ein "Matschiger Brei" sein (oder auch anders herum, natürlich). Es ist aber egal, ob ich x264 oder HEVC_NVENC als Ausgabecodec verwende. Das resultierende Video hat immer eine weitestgehend gleiche Bildqualität. Natürlich werden die jeweiligen Codecs zu unterschiedlich großen Dateien führen. Aber das Wichtigste, die Bildqualität ist immer sehr ähnlich.

    Auch bei der Behandlung von hochwertigen Audio Spuren gibt es Neuheiten. Wenn man eine DTS:X oder Atmos Tonspur hat, kann man diese nicht normalisieren oder eine Dynamik- Kompression darauf anwenden, ohne die extra Metadaten zu verlieren. Auf Wunsch erzeugt Media-Buddy in so einem Fall dann zwei Audio Spuren, eine "Alltagsspur", die normalisiert wurde und zusätzlich die unveränderte HiRes Spur.

    Auch die Scraper (um Metadaten von TVDB, TMDB und Fanart.tv zu laden) sind überarbeitet und modernisiert worden. So werden beispielsweise nicht auf Deutsch (oder welche Sprache der User auch immer ausgewählt hat) verfügbare Beschreibungen automatisch übersetzt, nachdem zuvor die verschiedenen Möglichkeiten (TVDB/TMDB, usw.) erfolglos waren. Es wird also beispielsweise zuerst auf TVDB nachgeschaut. Gib es dort keine deutsche Beschreibung, wird anschließend auf TMDB nachgesehen. Ist auch hier nichts passendes zu finden, wird die englische Beschreibung geladen und automatisch übersetzt. So bekommt der User immer eine Beschreibung in seiner Sprache (sofern er die Übersetzung auch aktiviert hat).

    All das ist bereits funktionsfähig und getestet. Für den nächsten Schritt braucht es jetzt bereits das GUI. Und dafür ist grade das erste Fenster funktionsfähig und nahezu fertig geworden:

    V2_10.jpg

    Alle Knöpfe sowie die "Ausklapp- Felder" funktionieren bereits. Es ist also kein Mockup mehr. Nur die tatsächliche Funktion, die damit ausgelöst werden soll, ist noch nicht überall eingebaut. Man kann schon mit dem "Suchen" Knopf die entsprechenden Ordner auswählen und sie erscheinen dann in den Input Feldern (wie auf dem Screenshot). Drückt man aber auf "Los Geht's" , erscheint nur ein Hinweis, das die Funktion noch nicht eingebaut ist.

    So weit der aktuelle Stand der Entwicklung. Ich bin schon sehr gespannt darauf, die ersten Funktionen im Alltagsbetrieb zu testen. Die CLI Tests waren bisher jedenfalls alle erfolgreich. Später wird es den Quellcode auf Github geben. Zur Zeit ist das aber noch nicht möglich, da ich erst noch eine Möglichkeit finden muss, meine API Keys zu "verstecken", damit man sie nicht einfach aus dem Quellcode auslesen kann. Das würde einem Missbrauch Tür und Tor öffnen und wohl zeitnah zur Sperrung der Keys führen...
     

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